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Wie du einen windschutz aus natürlichen materialien baust und mit einer decathlon‑tarp kombinierst

Wie du einen windschutz aus natürlichen materialien baust und mit einer decathlon‑tarp kombinierst

Warum ein Windschutz aus natürlichen Materialien?

Ich liebe Tage am Ufer, aber nichts stört die gemütliche Stimmung so sehr wie ein eisiger Wind. Statt auf schwere, künstliche Konstruktionen zu setzen, baue ich oft einen Windschutz aus Dingen, die ich vor Ort finde: Treibholz, Schilf, Zweige oder größere Steine. Das hat für mich zwei große Vorteile: Es ist nachhaltig und es wirkt ästhetisch in der Uferlandschaft. Kombiniert mit einem Decathlon‑Tarp (z. B. dem Quechua‑Tarp), entsteht ein flexibler, zuverlässiger Schutz gegen Wind und leichter Regen.

Was du brauchst

Ich bereite gerne eine kleine Materialliste vor, bevor ich losziehe. Manche Dinge finde ich vor Ort, andere bringe ich gezielt mit.

Vor OrtMitbringen
Stabile Treibholzstücke oder dicke ÄsteDecathlon‑Tarp (oder ähnliches)
Schilf, Grasbüschel, ZweigwerkSchnur/Paracord
Große flache Steine / FelsbrockenHeringe oder stabile Zeltheringe
Wurzelstöcke, BaumstümpfeGummispannseile / Spanngurte
Leichtere Äste für FlechtwerkKlappmesser / Handsäge

Grundprinzip meiner Konstruktion

Ich baue meinen Windschutz in drei Ebenen: Fundament, Trägerrahmen und Füllung. Das Fundament sorgt für Stabilität (Stones, größere Stämme). Der Rahmen besteht meist aus zwei bis vier längeren Ästen, die ich entweder mit einem Stein verkeile oder mit Spanngurten an einem größeren Pfahl befestige. Die Füllung ist das, was den Wind wirklich eindämmt: geflochtenes Schilf, Reben oder dichtes Reisig.

Schritt‑für‑Schritt Anleitung

Hier beschreibe ich, wie ich in der Regel vorgehe — praxisnah und mit Tipps für verschiedene Uferverhältnisse.

  • Standort wählen: Ich suche eine leichte Mulde oder einen Platz hinter einer natürlichen Windbarriere (z. B. einem Felsvorsprung). So braucht der Windschutz weniger Material.
  • Fundament legen: Zwei große Flachsteine oder eingekeilte Stämme bilden die Basis. Bei sandigem Untergrund nutze ich eingetriebene Pfähle (Zweige oder mitgebrachte Heringe).
  • Rahmen bauen: Zwei lange Äste parallel (ca. 1,2–1,8 m hoch) stelle ich in ca. 1 m Abstand auf. Oben verbinde ich sie mit einem Querstamm. Alternativ baue ich ein A‑förmiges Gestell für mehr Stabilität.
  • Füllung flechten: Schilf, dünne Zweige oder Ruten flechte ich waagrecht zwischen den Pfosten. Für dichte Stellen verwende ich mehrere Lagen und verflechte sie kreuzweise.
  • Sichern: Mit Paracord, Schnur oder Pflanzenfasern binde ich alles fest zusammen. Wenn vorhanden, befestige ich das Ganze zusätzlich mit Steinen, die ich gegen die Basis lehne.
  • Wie ich das Decathlon‑Tarp integriere

    Das Tarp nutze ich flexibel: als Dach, als Zusatzwand oder als Windleitfläche, je nach Windrichtung.

  • Dach/Kupé: Ich spanne das Tarp schräg über den Rahmen, so dass Regen und Wind abgeleitet werden. Die Vorderkante kann ich mit einem Stein beschweren oder mit Heringen fixieren.
  • Seitliche Verlängerung: Bei besonders böigem Wind befestige ich das Tarp seitlich am Windschutz und am Boden (Heringe oder Steine), so entsteht eine halbgeschlossene Kabine.
  • Reflektor/Blocker: Manchmal lege ich das Tarp flach hinter den Windschutz, so dass der Wind vor dem Tarp nach oben abgelenkt wird — das verringert die Zugluft direkt am Sitzplatz.
  • Bei der Befestigung achte ich darauf, die Ösen des Tarps nicht zu überlasten. Verwende statt scharfer Knoten weiche Schlaufen oder kleine Polster (ein Stück Stoff) zwischen Schnur und Öse, um Scheuern zu vermeiden.

    Tipps für unterschiedliche Uferbedingungen

    Je nachdem, ob ich an Kies, Sand oder fester Erde bin, passe ich die Bauweise an:

  • An Kies/Sand: Größere Steine oder im Sand eingegrabene Pfähle verwenden. Heringe halten hier schlecht — also immer mehr Gewicht oder eingegrabene Stützen.
  • An Fels: Ich nutze Spanngurte um nahe stehende Stämme oder Felsrisse. Das ist besonders stabil und lässt sich schnell auf- und abbauen.
  • An dicht bewachsenen Ufern: Ich baue den Windschutz halb in die Vegetation hinein, sodass die Pflanzen zusätzliche Stabilität und Windbrechung liefern (immer auf Umweltschutz achten — nichts zerstören!).
  • Welche Knoten und Befestigungen nutze ich?

    Ein paar einfache Knoten reichen meist:

  • Palstek (für fixe Schlaufen)
  • Schotstek (zum Verbinden zweier Seile)
  • Prusikknoten oder Wringknoten (zum Nachspannen)
  • Für das Tarp verwende ich oft kleine Karabiner oder Schnellspanner, damit ich das Dach bei aufkommendem Wind schnell anpassen kann.

    Nachhaltigkeit und Naturschutz

    Mir ist wichtig, die Ufer nicht dauerhaft zu beschädigen. Das heißt:

  • Keine lebenden Pflanzen fällen — nur bereits lose Treibholz oder abgestorbene Zweige verwenden.
  • Keine Spuren hinterlassen: beim Abbauen alles mitnehmen, Heringe entfernen, Löcher auffüllen.
  • Vorsichtig sein mit sensiblen Uferbereichen (Brutplätze, Schilfbestände meiden).
  • Häufige Fragen, die mir gestellt werden

    Wie stabil ist so ein natürlicher Windschutz? Gut gebaut hält er leichten bis mäßigen Wind problemlos. Bei Sturmwetter würde ich mich nie nur auf eine solche Konstruktion verlassen — zusätzliche Sicherungen sind dann Pflicht.

    Wie lange dauert der Aufbau? Mit etwas Übung unter 30–60 Minuten. Die meisten Vorbereitungen (Schnur, Tarp, Messer) trage ich im Rucksack, das Sammeln von Material kann je nach Ort 10–30 Minuten dauern.

    Kann ich das Tarp auch allein verwenden? Ja, aber kombiniert mit einem Naturrahmen ist es deutlich stabiler und sieht harmonischer aus. Das Tarp übernimmt dann die wetterabweisende Funktion, die natürliche Füllung reduziert Durchzug.

    Meine Lieblingskombinationen

    Am liebsten kombiniere ich ein schräg gespanntes Quechua‑Tarp mit einer geflochtenen Schilfwand auf der windabgewandten Seite. Dadurch entsteht ein heller, geschützter Platz mit offener Vorderseite für die Aussicht — perfekt fürs Picknick oder Lesen am Wasser.

    Wenn du magst, kann ich dir beim nächsten Beitrag Baupläne für unterschiedliche Windstärken und einpackbare Checklisten für dein Gepäck posten. Schreib mir gern, welche Uferbedingungen du am häufigsten hast — dann gebe ich dir konkrete Materialmengen und Maße.

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